See-Pfad

Willkommen auf den Naturpfaden von Champex-Lac. Pic-Le-Montagnard und Pic-Le-Devin werden dich auf den beiden Pfaden führen. Wenn du geduldig und aufmerksam bist und genau beobachtest, wirst du viele kleine Wunder entdecken, die den Zauber dieser reizvollen Gegend ausmachen. VIEL VERGNÜGEN!

Die Lehrpfade konnten dank der Unterstützung der folgenden Institutionen realisiert werden:

  • Burgergemeinde und Gemeinde Orsières
  • Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)
  • Dienststelle für Wald, Natur und Landschaft VS
  • Espace Mont-Blanc
  • Copyright Création / Copydec – Orsières 
  • Egidio Anchisi – Jardin Alpin
  • Büro Christian Werlen – Sion
  • Société de développement von Champex-Lac

Mit ein wenig Glück und Geduld kannst du die Silhouette des einen oder anderen Tieres sehen, das hier in der Gegend lebt.
Kannst du sie erkennen?

Antworten:
1. Hirsch, 2. Rabe, 3. Dachs, 4. Steinbock, 5. Adler, 6. Eule, 7. Eichhörnchen, 8. Luchs, 9. Gämse, 10. Reh, 11. Fuchs, 12. Hase

Hier führt der Weg durch die teilweise bewaldeten Geröllhalden am Südwesthang des Catogne. Der hauptsächlich aus Fichten bestehende Wald ist von baumlosen Steinschneisen durchsetzt. Du kannst auch Waldkiefern, Lärchen und vereinzelt Arven entdecken.

Spitze die Ohren!
Wenn du einen auffälligen, nicht sehr melodischen Ruf hörst, versuche, den Urheber ausfindig zu machen: Es ist der Tannenhäher. Er gehört zur Familie der Rabenvögel. Du kannst ihn leicht an seiner dunklen Färbung erkennen. Die Unterseite seines Schwanzes ist schwarz und endet mit einem weissen Streifen.

Der Tannenhäher ernährt sich von den Samen der Arve und ist wie das Eichhörnchen an ihrer Verbreitung beteiligt. Manchmal ist er etwas zerstreut und vergisst, wo er die gesammelten Vorräte versteckt hat. Durch seine Vergesslichkeit können junge Zirbelkiefern unter hervorragenden Bedingungen keimen.

In der warmen Jahreszeit kannst du zwischen den Steinen und Felsen eine Vielzahl von Blumen in reizvollen Farben bewundern, die für Steingärten und Waldränder typisch sind.

Berberitze, Blutroter Storchschnabel, Felsen-Leimkraut, Gelber Fingerhut

A. Vereisungsphase
Gletscher des Val d’Entremont, Gletscher des Val d’Arpette, Überlauf auf das Vallon de Champex, Catogne Gipfel der aus dem Eis herausragt (=Nunnatak)

B. Rückzugsphase
1. Moräne, 2. Kalte Steppe

C. Heute
Moräne des Val d’Arpette-Gletschers, Moräne des Val d’Entremont-Gletschers, See von Champex

Der Lac de Champex entstand vor mehr als 10.000 Jahren, als sich die Gletscher zurückzogen und zwei Seitenmoränen hinterliessen. Diese bildeten eine Mulde, in der sich Wasser sammelte. Durch die Ablagerung von Lehm war der Seegrund wasserundurchlässig.

Die im See sichtbaren dunklen Flecken sind Wasserpflanzen: die Kanadische Wasserpest und das Haarblättrige Laichkraut.

Der Buntspecht : Man hört ihn öfter, als man ihn sehen kann. Er trommelt nicht auf Baumstämmen, um Nahrung zu finden, wie allgemein angenommen, sondern um sein Revier zu markieren.

Der von der Schönheit dieses Ortes begeisterte Waadtländer Geschäftsmann Jean-Marcel Aubert erwarb hier 1923/24 600 m2 Land. In den Jahren 1925-1927 begannen die ersten Infrastrukturarbeiten. 1967 wurde der Alpengarten in eine Stiftung umgewandelt. Die juristischen Partner waren die Stadt Genf (Botanisches Konservatorium und Botanischer Garten), der Kanton Neuenburg (Botanisches Institut). Der Kanton Wallis und die Gemeinde Orsières beteiligten sich ebenfalls. 1991 gründete die Stiftung das Centre alpin de Phytogéographie zur Förderung der botanischen Forschung in den Alpen.

Im Laufe ständiger Umgestaltungen ist der Alpengarten auf die heutige Fläche von 10’776 m2 angewachsen.

Diese Arche Noah für Pflanzen beherbergt eine Auswahl von über 3000 Sorten, die sowohl aus der heimischen Flora als auch aus fernen Ländern stammen.
Besonders hervorzuheben sind die Sammlungen von Nadelbäumen, botanischen Rosen und Rhododendren aus höheren Lagen sowie die alle Arten von Hauswurz, Primeln und Steinbrech. Zur Schweizer Flora gehörende Arten erhalten eine angemessene Kennzeichnung und geschützte Pflanzen werden in einem gut abgegrenzten Bereich präsentiert.

Hauswurz, Steinbrech, Rhododendron, Primel

Der Alpengarten Flore-Alpe ist von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eingang 300 m entfernt.

Die französische Bezeichnung für Fichtenwald ist Pessière von lateinisch Epicea – Fichte.

Schau dir diese Tafel gut an.Sie zeigt dir, wie du eine Fichte (auch Rottanne genannt) von einer Weisstanne unterscheiden kannst.
1. Die Position der Zapfen 
2. Die Form der Nadeln 
3. Die Position der Nadeln rund um den Zweig

Hast du diesen Vogel gesehen, der wie ein Akrobat auf den Zapfen sitzt? Es ist ein Fichtenkreuzschnabel. Mit seinem scherenförmigen Schnabel schneidet er die Fichtenzapfen ab, um die Samen herauszuholen.

Pass auf, wo du deine Füsse hinsetzt. In der warmen Jahreszeit kannst du dir hier die Heidelbeeren schmecken lassen. Sie gedeihen hier auf dem sauren Boden besonders gut.

Im Wallis besteht fast die Hälfte der Wälder aus Fichten. Dieser anspruchslose Baum wächst auf jedem Boden, der ein wenig Licht bekommt. In der Schweiz gibt es Fichten, die über 350 Jahre alt sind. 

Herz-Zweiblatt, Sprossender Bärlapp

Es gleicht einem Schwammteppich, der diesen Teil des Sees aufgefüllt hat. Wegen Sauerstoffmangels haben sich die Pflanzen unvollständig zersetzt. So ist aus einem eigenartigen Moos Torf entstanden.

Diese Torfmoose sind merkwürdige, mit Wasser (um das 15- bis 20-fache ihres Gewichts) gefüllte Pflanzen. Sie wachsen und sterben laufend: Während der obere Teil des Stängels wächst, stirbt der untere Teil ab und verwandelt sich in Torf.

Torfmoos, Wasser, Sumpfiges Torfmoos

Auch wenn es wie ein flauschiger Teppich aussieht, solltest du nicht in das Moor eindringen. Es ist reagiert auf Fusstritte sehr empfindlich!

Wenn sich die Torfmoos-Polster zu einem dicken Teppich verbinden, wölbt sich das Moor wie ein wassergesättigter Schwamm, weshalb es auch Hochmoor genannt wird.

Sumpfschrecke : Diese grosse Heuschrecke mit den roten Schienbeinen ist im Wallis nicht sehr selten, gilt jedoch in der Schweiz allgemein als gefährdet.

Der Bergmolch : Das ist keine Wassereidechse. Die Eidechse ist ein Reptil, der Molch ein Amphibium. Er ist in kleinen Bergseen in ganz Europa sehr gut bekannt.

Moosbeere, Rauschbeere, Sumpfveilchen, Egel

Hier befinden wir uns im Flachmoor. Es ist die Übergangsphase zwischen einem See und einem Moor. Im Gegensatz zum Moor kann man hier Wasser fliessen sehen.

Diese Sumpfwiese besteht hauptsächlich aus Grosseggenried (etwa 15 Arten).

Torf-Mosaikjungfer : Diese Libelle gehört zur Ordnung der Anisoptera (Grosslibellen). Im Gegensatz zu den Zygoptera (Kleinlibellen) bleiben ihre Flügel in der Ruhephase geöffnet.
Sumpfdotterblume (Caltha)
Grasfrosch
Schlangen-Knöterich
Wollgras
Braunkehlchen
Fieberklee
Mehlprimel

Ich bin ein Männchen. Ich lasse mich gern bewundern, vor allem von den Weibchen!

Ich, das Weibchen, bleibe wegen der Raubtiere lieber unauffällig, weil ich die Eier ausbrüte und die Jungen aufziehe.

Die Stockente
Am nördlichen Seeufer nisten mehrere Stockentenpaare. Sie brauchen ein Minimum an Vegetation, um ihre Nester zu bauen. Die Stockente ist sicherlich der einzige Wasservogel, der hier brütet.
Bitte nicht stören!

Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Kanadische Seeforelle

Die 1945 gegründete Fischereigesellschaft, die «Société de pêche du lac de Champex», versorgt die Gewässer mit Edelfischen. Sie behandelt zudem invasive Algen, beteiligt sich an der Entschlammung und an Reinigungsaktionen.

Huflattich, Pestwurz
Diese Pflanzen lieben frische, feuchte Standorte.

Der Graureiher

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